Kundenzufriedenheitsanalyse

Die Analyse der mit einer Kundenbefragung ermittelten Daten dient der Abbildung der Kundenzufriedenheit sowie der Ableitung von erforderlichen Maßnahmen. Die Analyse kann auf unterschiedliche Arten erfolgen. Folgende vier ausgewählte Möglichkeiten möchten wir Ihnen hier veranschaulichen.
  • Einfache Auswertung der einzelnen Items
  • Zufriedenheitsindex
  • Kausalanalyse
  • Handlungsrelevanz

Einfache Auswertung


Die einfachste Art der Auswertung ist die Ermittlung von Prozentwerten für die einzelnen Items (Fragen). Eine solche Auswertung liefert einen ersten Überblick über die Kundenmeinungen in den jeweiligen abgefragten Bereichen.

Dabei können unterschiedliche Kundengruppen miteinander verglichen werden. Anzumerken ist, dass bei einem Gruppenvergleich eine Prüfung auf signifikante Unterschiede zwischen zu vergleichenden Gruppen erforderlich ist. Nur so kann eine Aussage darüber getroffen werden, ob die Unterschiede auch in der Grundgesamtheit der Kunden auftreten oder ob sie in der Erhebung rein zufällig sind.

In den Abbildungen wird die Darstellung einer prozentualen Auswertung beispielhaft veranschaulicht.

Beispiel einer einfachen Auswertung einer Kundenzufriedenheitsanalyse Kundenzufriedenheitsanalyse - Beispiel eines Vergleichs von zwei Gruppen Kundenzufriedenheitsanalyse - Beispiel eines Vergleichs von mehreren Gruppen

Zufriedenheitsindex


Mit dem Einsatz von Indices lässt sich das Zufriedenheitsniveau transparent machen. Dafür können zustimmmende Werte der Items eines Themenbereiches zu einem Themenindex aggregiert werden. Ferner lässt sich aus allen zustimmenden Werten ein Gesamtzufriedenheitsindex bilden.

Mit Indices können Ergebnisse kompakt und verdichtet beschrieben werden. Items können leichter miteinander verglichen werden. Dies ist insbesondere sinnvoll, wenn eine Kennzahl etabliert werden soll, die als Vergleichsgrundlage für zukünftige Messungen dient.

Denkbar ist eine Gewichtung einzelner Items. Allerdings ist eine Gewichtung schon bei einer geringen Anzahl schwierig durchzuführen. Zudem sind die Ergebnisse bei einer Verschiebung der Gewichtung bei einer zukünftigen Messung nicht mehr als Vergleichsmöglichkeit heranzuziehen.

Beispiel einer Indexbildung eines Themenbereiches Beispiel eines Soll-/Ist-Vergleichs bei Indexbildung im Rahmen einer Kundenzufriedenheitsanalyse Veranschaulichung der Bildung eines Gesamtzufriedenheitsindexes bei einer Kundenzufriedenheitsanalyse

Kausalanalyse


Mit einem Kausalmodell lässt sich ermitteln, welche Themenblöcke oder Phasen eines Kundenbesuchs sich in welchem Maße auf die Gesamtzufriedenheit auswirken. Dies ist insbesondere sinnvoll, um handlungsrelevante Bereiche zu identifizieren. Ferner können die einzelnen Themenblöcke oder Phasen eines Kundenbesuchs weiter herunter gebrochen werden, um vorrangige Stellgrößen zu identifizieren.

Entgegen dem Vorgehen bei der Ermittlung von Zufriedenheitsindices werden die Themenblöcke nicht durch Durchschnittsbildung von zustimmenden Items errechnet. Bei der Kausalanalyse nach dem Partial Least Squares-Ansatz werden einzelne Items (Fragen im Fragebogen) basierend auf sachlogischen Überlegungen einzelnen Themenblöcken zugeordnet.

Die Items werden als beobachtbare Indikatoren bezeichnet, während die Themenblöcke latente (nicht beobachtbare oder verdeckte) Variablen genannt werden.

Mit der Partial Least Squares-Analyse wird einerseits abgebildet, welchen Einfluss die Indikatoren auf die latenten Variablen haben und andererseits, welchen Einfluss die latenten Variablen auf die Gesamtzufriedenheit haben.

Veranschaulichung eines Kausalmodells Einfluss der Indikatoren auf die latenten Variablen Einfluss der latenten Variablen auf die Gesamtzufriedenheit

Handlungsrelevanz

„Work in progress“